Allgemeines Regelwerk Liga/Turnier

Spiel- und Turnierregeln

Erstellt von den DSFÖ-ORGANISATOREN

Stand vom 6.1.2019

 

 

1. Mannschaft

  1. Eine Mannschaft muss bei den DSFÖ gemeldet sein.

  2. Die Mannschaft besteht pro Spielbegegnung aus 4 gemeldeten Personen, die zum Einsatz kommen. Ersatzspieler dürfen erst ab dem 2. Spielabschnitt zum Einsatz kommen und dürfen auch nicht mehr zurückgetauscht werden!

  3. Ein Antritt mit 3 Spielern ist nicht möglich und zieht den Verlust der Begegnung nach sich.

  4. Es können bei jeder Spielbegegnung andere Personen spielen. Diese müssen jedoch bei der Mannschaft, für die sie spielen, gemeldet sein.

2. Spieler

 

  1. Der Spieler muss bei jener Mannschaft gemeldet sein, für die er die Spielbegegnungen bestreitet.

  2. Innerhalb einer Saison kann ein Spieler die Mannschaft NICHT wechseln. Er verbleibt für den Rest der Saison in dieser Mannschaft.

  3. Nachmeldungen von Spielern (bzw. neuen Spielern) während der laufenden Saison sind möglich, sofern ein Spieler bis zu diesem Zeitpunkt in keiner anderen Mannschaft gespielt hat. Wird die Spielernennung von EUR 30,00 nicht binnen 14 Tagen nach Nachmeldung eingezahlt, wird der Spieler automatisch für den Rest der Saison gesperrt und die gespielten Begegnungen zurückgerechnet (bzw. gestrichen).

  4. Es dürfen pro Spielprotokoll und Mannschaft maximal 2 Spieler aus der österreichischen Bundesliga aufgestellt werden. (Ausnahme Damen)

  5. Wo und welche Spieler spielen dürfen liegt im Ermessen der Organisatoren der DSFÖ.

3. Mannschaftskapitäne

 Der Mannschaftsführer „Kapitän“ ist für folgende Bereiche verantwortlich:

  1. Einhaltung der Spiel-Regeln und ordnungsgemäßer Ablauf der Spielbegegnung.

  2. Die Gerätebereitstellung mindestens 15 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn für die Gastmannschaft zum Einwerfen.

  3. Die Kontrolle des Spiel-Protokolls VOR Spielbeginn (Richtigkeit der Aufstellung, der Leserlichkeit und des Ausfüllen des Spiel-Protokolls).

  4. Er hat darauf zu achten, dass sich Spieler, welche lt. Spielablauf des Spielprotokolls an der Reihe sind, sofort am Turniergerät einfinden.

  5. Das Spielprotokoll ist von der Heimmannschaft bis spätestens Montag nach der jeweiligen Begegnung an die Spielverwaltung zu senden. Sollte das Spielprotokoll nicht fristgerecht bei der Spielverwaltung einlangen, so wird das Spiel mit 17:0 und 34:0 gewertet.

  6. Das Spiel-Protokoll wird per Fax, E-Mail, Postweg oder Whatsapp der Ligaverwaltung übermittelt.

  7. Der Kapitän ist auch für die Spielernamen und übermittlung der Neuanmeldung eines Spielers verantwortlich. 

4. Münzeinwurf

Bei Spielbegegnungen gibt es keinen Münzeinwurf für die Gastmannschaft!

 

5. Spielabschnitte

  1. Jedes Spiel besteht aus 17 Begegnungen, welche in 5 Spielabschnitte unterteilt sind. Der erste bis zum vierten Abschnitt bestehen aus Einzelbegegnungen. Der fünfte Spielabschnitt besteht aus einem Doppel, wobei der punktestärkste und der punkteschwächste Spieler das Doppel-Team bilden.
    Ersatzspieler dürfen KEIN Doppel spielen!

  2. In allen Abschnitten müssen vier verschiedene Spieler zum Einsatz kommen. Aufstellungsfehler werden mit 2:0 für die gegnerische Mannschaft gewertet.

6. Spieltermine

  1. Der jeweilige Spieltermin aus dem Turnierkalender ist für alle Mannschaften verbindlich.

  2. Es dürfen Liga-Begegnungen jederzeit vorgezogen werden und müssen auch nicht den DSFÖ Organisatoren bekannt gegeben werden.

  3. Bei Spielverschiebungen nach dem vorgegebenen Spieltermin, ist in den DSFÖ Organisatoren zu melden und der neue Spieltermin bekannt zu geben. Die Begegnung muss aber in einem Zeitraum von 14 Tagen gespielt werden (Sonderregelungen obliegen den DSFÖ Organisatoren).

  4. Spielverschiebungen sind nur mit Einverständnis beider Mannschaften möglich.

  5. Die letzten 2 Spielbegegnungen dürfen nicht nach dem vorgegebenen Termin gespielt werden. Sollten sich die 2 Mannschaften nicht daran halten werden beiden Mannschaften 6 Punkte abgezogen. (Damit wird verhindert, dass eine Mannschaft einer anderen mit z.B. einem Nichtantritt hilft, was die Ergebnisse verfälschen würde.)

  6. Bei höherer Gewalt (Unfall, Stau, Unwetter, Autopanne) und daraus folgender Verspätung, ist die gegnerische Mannschaft sofort zu informieren.

7. Punkte

  1. Jeder Spieler erhält für einen 2:0 Sieg 6 Punkte, für einen 2:1 Sieg 4 Punkte, für eine 1:2 Niederlage 2 Punkte und für eine 0:2 Niederlage 0 Punkte für die Einzelwertung.

  2. Beim Nichtantritt der Gegnermannschaft wird für die Einzelwertung der Punkteschnitt der bereits absolvierten Begegnungen errechnet und vergeben. Ausnahme sind die ersten 2 Saisonspiele. Die werden mit 16 Punkte pro Spieler gerechnet.

8. Nichtantreten einer Mannschaft

  1. Tritt eine Mannschaft zweimal zu einer Spielbegegnung nicht an, so wird sie automatisch gestrichen und aus der Wertung genommen.
    Alle Spiele dieser Mannschaft werden dann mit 17:0 und 34:0 für den Gegner gewertet.

  2. Wird eine Mannschaft vor Abschluss der ersten Halbzeit aus der Wertung genommen, so werden alle Sets, Legs und Punkte bis zum Saisonbeginn zurückgerechnet. Beim zweiten Nichtantritt in der zweiten Halbzeit werden die Sets, Legs und Punkte nur bis zum Beginn der zweiten Halbzeit zurückgerechnet.

  3. Tritt eine Mannschaft nicht an, werden zusätzlich 6 Punkte aus der Liga-Tabelle abgezogen. Bei nachweislicher Manipulation des Spielprotokolls ist auch mit einem Verweis aus der Liga zu rechnen.

  4. Die Einzelwertung wird gesondert berechnet (siehe Punkt 7.2)

  5. Am ENDE der Saison werden die Strafpunkte abgezogen.

9. Abwurflinie

  1. Vom Boden bis zum Bulls-Eye 172 cm.

  2. Diagonalmaß vom Bulls-Eye bis zum Boden (Abwurflinie) 293 cm.
    (siehe Abb.)


10. Pfeile

  1. Sie müssen elastische Kunststoffspitzen haben, die ein Steckenbleiben in den Bohrungen des Boards ermöglichen.

  2. Die Gesammtlänge der Pfeile dürfen nicht länger als 16,8 cm betragen.

  3. Das Maximalgewicht des Barrels (Griffteil) darf 18 Gramm nicht überschreiten. Zum Barrel zählen alle Teile zwischen Schaft und Kunststoffspitze (Gewindereduktion und Gewichte.)

  4. Magnetische Darts sind wegen Beschädigungsgefahr des Dartgerätes verboten.

11. Leg

  1. Ein Leg besteht aus mehreren Würfen und ist das kleinste abgeschlossene Element eines Spiels.

  2. Ein Leg ist beendet, wenn ein Spieler mit seinem Wurf auf ein Doppel genau auf Null kommt.

  3. Wenn der Dart eindeutig im Doppelsegment (nicht zwischen Spinne und Segment) steckt und das Gerät nicht zählt, so gilt dieses Leg ebenfalls als gewonnen. (Gerätebediengt Punkt 16-3)

  4. In allen anderen Situationen, bei denen der Dart nicht zählt, gilt das, was das Gerät anzeigt.

  5. Bei den DSFÖ wird jedes Leg im Modus 501 mit double-out Option (Im Doppel zusätzlich mit League- oder Team-Option) gespielt.

12. Spiel (Game - Partie)

Ein Spiel ist das Aufeinandertreffen zweier Sportler oder Teams. Das Spiel ist beendet, wenn ein Sportler (Team) zwei oder mehrere Legs (je nach
Spielmodus) gewonnen hat.
Bei den DSFÖ gilt der allgemeine Modus best of 3 Legs (also 2 Legs müssen gewonnen werden).

13. Match

Unter Match ist ein komplettes Mannschaftsspiel zu verstehen. Innerhalb eines Matches sind Spiele von Sportlern und Teams möglich. Ein Match ist das Aufeinandertreffen von Mannschaften innerhalb einer Liga ebenso wie Vergleichswettkämpfe mehrerer Sportler mit dem Ziel die Gesamtspielstärke (als Summe der Einzelergebnisse aus allen Spielen) zu ermitteln.
Im Jahresbetrieb der DSFÖ ist das Match nach 17 Spielen beendet.

14. Wurf (Throw, Jet)

  1. Alle Pfeile müssen nacheinander mit der Hand (den Händen) des Sportlers auf das Board geworfen werden. Ein Wurf besteht aus 3 geworfenen Darts.

  2. Der werfende Spieler ist selbst dafür verantwortlich ob das Gerät für den Wurf bereit ist (umgeschaltet hat). Die Darts, die geworfen wurden dürfen nicht nachgedrückt werden.

  3. Das Nachwerfen eines Pfeils nach Check (beenden) des Legs oder nachdem man sich überworfen hat, ist verboten und zieht bei Reklamation des
    Gegners den Legverlust nach sich.

  4. Der Wurf wird stehend hinter der Abwurflinie ausgeführt, wobei mindestens ein Fuß des Spielers den Boden berühren muss, sofern körperliche Gebrechen dies nicht unmöglich machen (zB. Rollstuhlfahrer). In diesem Fall gilt die große Radachse (die Hintere) als Fuß.

  5. Jeder im Wurf befindliche Pfeil, der den Körperkontakt mit dem an der Abwurflinie stehenden Spieler verliert, gilt als geworfen. Gleichgültig in
    welche Richtung und egal ob mit Absicht oder nicht. Sofern der Spieler den Körperkontakt mit dem Pfeil nicht mehr herstellen kann, bevor dieser den Boden, das Gerät oder andere Gegenstände berührt gilt der Dart als geworfen.

  6. Der Sportler kann auch auf einzelne Pfeile des Wurfes oder den gesamten Wurf verzichten. Er macht das Gerät für den nächsten Spieler spielbereit, indem er die Spieler-/Wechseltaste drückt.

15. Der Bullwurf

  1. Per Bullwurf wird ermittelt, wer das Spiel beginnt. Der Spieler der Gastmannschaft wirft den ersten Dart auf das Bulls-Eye.

  2. Jeder Spieler wirft einen Dart aufs Bulls-Eye. Steckt keiner der 3 verfügbaren Darts im Board, beginnt der Bullwurf von vorne.

  3. Wer dem Bulls-Eye am nähesten ist, beginnt das erste und dritte Leg.

  4. Beim Auszählen gilt: Blau ist Blau, Rot ist Rot. Ein im Bulls-Eye (50) steckender Dart ist vor dem Wurf des Gegners aus dem Board zu ziehen.

  5. Es wird nur einmal ermittelt, wer mit dem Spiel beginnt. Das zweite Leg beginnt der Spieler, der den Bullwurf verloren hat. Die aufeinanderfolgenden Legs werden abwechselnd begonnen.

  6. Wird ein Leg nicht bis zum Ende der 15. Runde beendet, folgt in der 16. Runde wieder ein Bullwurf. Wer den Bullwurf gewinnt, gewinnt auch das
    Leg (Es gelten auch für den Entscheidungs-Bullwurf die oben angeführten Punkte)

16. Gerätebedienung

Beide Spieler haben zu Beginn eines Spieles darauf zu achten, dass die richtige
Spielvariante am Dartgerät eingestellt ist. (501 double out, im Doppel zusätlich
die League-Option)

  1. Wird ein Fehler in der Einstellung während des Spiels bemerkt wird das Leg wiederholt. (zB. Falsche Spieloption, ein Spieler steht auf 1, das Leg wird mit einer einfachen Zahl beendet, das Gerät schaltet nach 10 Runden ab, Quattro wurde gedrückt)

  2. Wenn ein Spieler vor dem Umschalten des Gerätes wirft oder der Dart nicht gezählt wird darf die getroffene Zahl NICHT nachgedrückt werden (Ausnahme: Es wird vom gegnerischen Spieler erlaubt).

  3. Wird ein Spiel mit dem Vorgegebenen Doppel-Feld beendet un das Dartgerät hat die Doppelzahl nicht oder falsch gezählt, obwohl der Dart im richtigen Segment steckt, so hat dieser Spieler das Leg trotzdem gewonnen (Begriffsbezeichnung: Winning Dart).

17. FOULS

Bei folgenden Fouls behält sich, auf DSFÖ-Turnieren die Turnierleitung und im
Meisterschaftsbetrieb die Organisatoren das Recht vor, die Mannschaft oder
einzelne Spieler vom Turnier- oder Meisterschaftsbetrieb auszuschließen.

  1. Ablenkendes Verhalten während der Aufnahme des Gegners.

  2. Ein Spieler, der sich in einer Aufnahme befindet darf den Spielbereich nicht verlassen. (Ausnahme: Technisches Gebrechen am Dartgerät)

  3. Missbrauch der Geräte und Pfeile (unkontrolliertes wegwerfen oder Eintreten auf die Geräte)

  4. Unsportliches Verhalten (übermäßiger Alkoholgenuss, Raufhandel, übermäßig lautes Benehmen, Stören des in einer Aufnahme befindenden Gegners).

  5. Vorsätzliches Nichteinhalten der Spielregeln.

18. Allgemeines

  1. Für ein Spielbegegnung gelten nur die aktuellen von den DSFÖ verfassten Regeln.

  2. Es muss ausnahmslos das vorgegebene Spielprotokoll der DSFÖ verwendet werden. Dieses ist von der Heimmannschaft zur Verfügung zu stellen.

  3. Jeder Mannschaftsführer hat die Verpflichtung, die Playercards der gegnerischen Mannschaft zu kontrollieren. Hat ein Spieler die Playercard nicht bei sich, obliegt die Entscheidung, ob dieser Spieler zum Einsatz kommen darf bei der Gegnermannschaft.

  4. Das Spielprotokoll wird von den DSFÖ-Organisatoren nur anerkannt, wenn es vorschriftsmäßig und lückenlos ausgefüllt, aktuell und von beiden
    Mannschaftskapitänen unterschrieben wurde.

19. Bekleidung

Die Spielbekleidung muss ordnungsgemäß sein. Nicht erlaubt sind z.B. ohne Hemd, Barfuß, Rollerskates. Weiters sind auch I-Pods und sonstige Mp3-Player nicht gestattet.

 

Abschließend wünschen die DSFÖ-Organisatoren
eine erfolgreiche, sportliche und vergnügte Spielsaison